Von Kuba via Jamaika nach Brasilien: Latinovum nimmt das Publikum mit auf eine erlebnisreiche Reise, im Kopf, mit dem Herzen und manchmal auch auf den Beinen. Dabei sucht das Sextett nach eigenen Wegen durch die Klanglandschaften. Zwar befassen sich die Musiker seit Jahrzehnten mit den Musikgrössen Lateinamerikas, aber sie wissen, in Klassik und Jazz ausgebildet, dass sie bei aller Begeisterung Europäer sind. Deshalb machen sie nicht einfach Salsa, Reggae oder Bossa Nova nach, sondern spielen damit, in ihrer eigenen musikalischen Welt.

Ob eigene Motive, ein Latin-Jazz-Standard wie «A Night in Tunisia», ein Salsa-Klassiker wie «Oye Como Va» oder ein Schlager wie «Ich bin von Kopf bis Fuss auf Liebe eingestellt» – Werner Oberhänsli arbeitet mit bestehendem oder eigenem Motivmaterial, was immer ihn zu seinen vielschichtigen Kompositionen und Arrangements reizt. Die Rhythmusgruppe mit Stefan Mölkner am Bass und an der Querflöte, Peter Schneider am Schlagzeug, Willi Rechsteiner an den Congas, der seine Kunst als gefragter Trommler in Kuba lernte, und Werner Oberhänsli am Piano sorgt für die echt lateinamerikanischen Grooves. Sie bricht diese in den fantasievollen Arrangements aber auch bewusst, um zusammen mit den beiden jungen Bläsern neue Klangräume zu öffnen: Sarah Belz an Sopran-, Alt- und Tenorsax und Lukas Gallati an Trompete und Flügelhorn.

 

So schafft das Sextett spannende Kontraste, nicht nur bei Rhythmen, Stilen und Struktur der Stücke, sondern auch bei den Stimmungen, in die es die Zuhörerinnen und Zuhörer versetzt. Zu solchen unterhaltsamen Reisen nimmt Latinovum das Publikum in Konzerten wie bei privaten Anlässen mit, also Festen, Feiern oder Empfängen – mit ihrer Vielseitigkeit bürgt die Band für das passende Programm.

 

Text: Markus Schär / Bild: Peter Moser-Kamm


Stiltypische Rhythmen im Repertoire:


Songo

Guajira

Bembé

Salsa

Son

Fusiòn

Reggae

Guaracha

Rumba

Habanera

Bossa Nova

Funk/Moçambique

Pilon

Bomba

Samba